Hast Du den ersten Artikel über Kofi verpasst? Dann lies hier über den Jungen aus Odumasi, der seit September 2025 zu unserem Redaktionsteam zählt: https://www.firstlife.de/kofi-der-junge-aus-odumasi/
Niemand steigt allein hinauf. Jede Geschichte von Überleben, Wachstum oder Erfolg ist zusammengenäht aus den unsichtbaren Fäden von Menschen, die im richtigen Moment da sind. Manchmal ist es Familie, manchmal sind es Fremde, die zu Familie werden, manchmal Mentoren, deren Glaube an uns stark genug ist, um uns hindurchzutragen.

Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, erkenne ich, dass mein Leben weniger von Einzelleistung geprägt ist, sondern vielmehr von den Menschen, die mich aufrichteten, als ich nicht die Kraft hatte, alleine zu stehen. Ihre Namen, Gesichter und Gesten erinnern mich daran, dass wir Menschen nicht dafür gemacht sind, isoliert durchs Leben zu gehen. Wir sind geschaffen für Verbindung, für Orientierung, für das Weitergeben von Stärke.
Don Bosco – ein Fundament fürs Leben
Ich habe Don Bosco nie persönlich getroffen, aber seine Einrichtungen wurden zu meinem Fundament. Sein Vermächtnis ist der Beweis, dass die Vision eines Einzelnen Wellen über Kontinente und Generationen schlagen kann. In seinen Zentren fand ich mein erstes Gefühl von Zugehörigkeit.
Dort begegnete ich Pater Chucks, einem Priester, der mir väterliche Orientierung gab, als ich noch nach einer Richtung suchte. Seine Worte waren keine dramatischen Reden, sondern beständige Ratschläge – die Art, die den inneren Kompass eines jungen Menschen prägen. Später wurde Pater Dela ein weiterer Begleiter, der mir ermutigend zur Seite stand, bis ich schließlich meinen Weg nach Deutschland fand.
Angekommen in Deutschland – Die Tür in eine neue Welt
Im Don Bosco Solar Center entdeckte ich mehr als nur technisches Wissen. Bruder Christoph Baum, der Gründer der Solarsparte, öffnete mir die Tür zu einer völlig neuen Welt. Er vermittelte mir nicht nur die Werkzeuge der Solartechnik, sondern auch die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. In vielerlei Hinsicht lehrte er mich nicht nur Solarsysteme – er half mir, das System meiner eigenen Zukunft aufzubauen. Durch ihn kam ich in Kontakt mit Dr. Blanks, der eine entscheidende Rolle spielte, indem er mich mit Menschen und Chancen verband, die ich mir zuvor nie vorstellen konnte.
Eine dieser Chancen war die Begegnung mit Herrn Thomas Greve und Herrn Herrmann. Sie wurden meine Paten in Deutschland, weise Männer, die mich daran erinnerten, dass Güte keine Grenzen kennt. Sie nahmen mich auf, unterstützten mich und führten mich durch Herausforderungen, die mich sonst vielleicht gebrochen hätten. Ihre Mentorschaft lehrte mich, dass Stärke nicht nur darin besteht, hart zu sein, sondern jemanden an seiner Seite zu haben, wenn das Leben überwältigend wird.

Mentoren in Deutschland
Und dann kam Ulrich Reinecke – „Uli“. Zunächst war er einfach ein Kollege während meines Praktikums. Doch mit der Zeit wurde er mehr als das. Heute ist er Familie. Er machte meinen Übergang ins Leben in Deutschland überraschend leicht, indem er sich um Formalitäten und Prozesse kümmerte, die sich sonst wie das Besteigen eines Berges angefühlt hätten. Mit ihm wurde alles leichter. Seine Großzügigkeit und die Wärme seiner Familie gaben mir etwas unschätzbar Wertvolles: ein Gefühl von Zuhause an einem Ort, der mir einst völlig fremd war.
Es gab auch Herrn Martin und seine Familie. In einer Zeit, in der ich sehr wenig hatte, gaben sie mir das, was am meisten zählte: Unterkunft, Essen und Würde. Es ging nicht nur um die materielle Unterstützung, sondern darum, sich gesehen und wertgeschätzt zu fühlen, in einem Moment, in dem ich leicht hätte übersehen werden können. Und später nahm mich Herr Konopka, der Geschäftsführer der Jakob-Christian-Adam-Stiftung, in sein Zuhause und seine Familie auf. Er brachte mich in Kontakt mit der Welt des Geschichtenerzählens durch f1rstlife, einem Ort, an dem ich meine Reise teilen und hoffentlich andere ermutigen konnte, die selbst schwere Wege gehen.
Niemand schafft es allein
Und durch all das denke ich an meine Großmutter. Sie hat nie aufgegeben – auch dann nicht, wenn das Leben für uns beide schwer war. Ihre Geduld und ihr unbeirrbarer Glaube an mich pflanzten Samen der Widerstandskraft, die bis heute wachsen.
Diese Menschen sind der Grund, warum ich heute dort bin, wo ich bin. Doch das ist nicht nur meine Geschichte. Es ist eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Erfolg unsichtbare Hände stehen, die uns tragen. Hinter jeder Errungenschaft steht eine Gemeinschaft von Stimmen, die flüstern: „Mach weiter.“
Vielleicht kannst auch du zurückblicken und die Menschen sehen, die dich getragen haben, als du dich selbst nicht tragen konntest. Vielleicht kannst du dieser Mensch für jemand anderen sein. Denn die Wahrheit ist einfach: Keiner von uns schafft es allein. Wir erheben uns, weil andere uns aufrichten.
Kofi’s New Life in Germany: The People Who Lift Us Up
Did you miss the first article about Kofi? Then read here about the boy from Odumasi who has been part of our editorial team since September 2025: https://www.firstlife.de/kofi-der-junge-aus-odumasi/
No one climbs alone. Every story of survival, growth, or success is stitched together by the invisible threads of people who show up at the right moment. Sometimes they are family, sometimes strangers who become family, sometimes mentors whose belief in us is strong enough to carry us through.

When I look back on my journey, I realize that my life has been shaped less by individual effort and more by the people who lifted me up when I didn’t have the strength to stand on my own. Their names, faces, and gestures remind me that we human beings are not meant to walk through life in isolation. We are made for connection, for guidance, for passing on strength.
Don Bosco – A Foundation for Life
I never met Don Bosco personally, but his institutions became my foundation. His legacy is proof that the vision of one person can ripple across continents and generations. In his centers, I found my first sense of belonging.
There I met Fr. Chucks, a priest who gave me fatherly guidance when I was still searching for direction. His words were not dramatic speeches, but steady advice – the kind that shapes a young person’s inner compass. Later, Fr. Dela became another companion, standing by my side with encouragement until I eventually found my way to Germany.
Arriving in Germany – The Door to a New World
At the Don Bosco Solar Center, I discovered more than just technical knowledge. Br. Christoph Baum, the founder of the solar department, opened the door to a completely new world for me. He not only gave me the tools of solar engineering but also the opportunity to learn German. In many ways, he didn’t just teach me about solar systems – he helped me build the system of my own future.
Through him, I connected with Dr. Blanks, who played a decisive role by linking me with people and opportunities I had never thought possible.
One of those opportunities was meeting Mr. Thomas Greve and Mr. Herrmann. They became my godfathers in Germany, wise men who reminded me that kindness knows no borders. They welcomed me, supported me, and guided me through challenges that might otherwise have broken me. Their mentorship taught me that strength is not only about being tough but about having someone beside you when life feels overwhelming.

Mentors in Germany
And then came Ulrich Reinecke – “Uli.” At first, he was simply a colleague during my internship. But as time went on, he became more than that. Today, he is family. He made my transition into life in Germany surprisingly smooth, taking care of paperwork and processes that usually feel like climbing a mountain. With him, things became lighter. His generosity and the warmth of his family gave me something invaluable: a sense of home in a place that had once been completely foreign.
There was also Mr. Martin and his family. At a time when I had very little, they gave me what mattered most: shelter, food, and dignity. It wasn’t just about material support; it was about feeling seen and valued at a time when I could easily have been forgotten.
Later, Mr. Konopka, the CEO of the Jakob-Christian-Adam Foundation, welcomed me into his home and his family. He connected me with the world of storytelling through f1rstlife, a space where I could share my journey and, hopefully, encourage others walking their own difficult paths.
No One Makes It Alone
And through all of this, I think of my grandmother. She never gave up – not even when life was hard for both of us. Her patience and unwavering faith in me planted seeds of resilience that continue to grow to this day.
These people are the reason I am where I am today. But this is not just my story. It is a reminder that behind every success are invisible hands holding us up. Behind every achievement is a community of voices whispering, “Keep going.”
Maybe you, too, can look back and see the people who carried you when you could not carry yourself. Maybe you can be that person for someone else. Because the truth is simple: none of us makes it alone. We rise because others lift us.






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