Stell dir vor, du schwimmst im Meer und findest statt Muscheln Plastikflaschen und Tüten. Diese Vorstellung ist gar nicht so unrealistisch – sie ist unsere Realität. In den Weltmeeren befinden sich etwa 150 Millionen Tonnen Plastik, und jedes Jahr kommen weitere 10 bis 12 Millionen Tonnen hinzu. Allerdings ist nur ein Prozent dieser unvorstellbar großen Menge an der Meeresoberfläche zu finden. Der Rest verteilt sich im gesamten Ozean bis hin zum Meeresgrund. Aber woher kommt dieses Plastik überhaupt? Welche Auswirkungen hat es? Und am wichtigsten: Was kannst du dagegen tun?
Überall Plastik!

In so gut wie allem steckt Plastik – in Kleidung, Make-up, Hygieneartikeln und sogar in unserem Essen. Ganz zu schweigen von den Verpackungen, in denen diese Artikel verkauft werden. Oft werden all diese Dinge nicht richtig entsorgt. Dadurch gelangen sie in Flüsse, dessen Strömung das Plastik schließlich ins Meer transportiert. Auch kleine Plastikteile in Make-up oder Shampoo gelangen durch die Kanalisation ins Grundwasser und somit auch in die Ozeane. Wenn Fische kleinste Plastikpartikel verschlucken und diese anschließend auf unseren Tellern landen, gelangen die Mikroplastikteilchen auch in unseren Körper.
Auswirkungen auf Menschen & Tiere!
Die Überreste an Plastik, welche durch unsere Gesellschaft entstehen, kosten jedes Jahr bis zu 135.000 Meeressäugern und eine Million Meeresvögeln das Leben. Sie verhungern, weil Plastiktüten ihre Mägen verstopfen und sie dadurch keine Nahrung auf normalem Weg mehr aufnehmen können. Wale, Delfine und Meeresschildkröten verfangen sich regelmäßig in alten Fischernetzen und ertrinken oder erleiden schwere Verletzungen. Allerdings hat Plastik nicht nur direkte physische Auswirkungen auf die Lebewesen. Wenn das tote Tier sich zersetzt, werden verschiedene Giftstoffe freigesetzt, die nachhaltige Veränderungen im Erbgut weiterer Tiere verursachen können.
Auch der Mensch ist von diesen Giftstoffen betroffen. Die Umweltgifte werden von Filtertieren wie Korallen und Algen aufgenommen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil der Meere, denn sie filtern das Wasser und tragen zur Reinigung unserer Luft bei.
Wie kann ich helfen?
Der Ozean ist unser größtes Ökosystem. Deshalb ist es wichtig, ihn zu schützen, denn er könnte eines Tages der Retter unseres Planeten sein. Er ist das Zuhause von rund 2,2 Millionen verschiedener Tierarten und jeder kann etwas tun, um sie zu schützen. Du musst dafür weder am Strand leben noch über besonderes Wissen verfügen. Du kannst ganz einfach bei deinem nächsten Einkauf anfangen. Achte darauf, mikroplastikfreie Hygieneartikel zu kaufen und Kleidung aus Baumwolle statt aus Polyester oder Nylon zu tragen. Auch die richtige Entsorgung deines Mülls kann einen großen Unterschied machen. Wenn du das nächste Mal eine Plastiktüte auf der Straße siehst, heb sie auf und entsorge sie im nächsten Mülleimer.
Fazit
Abschließend lässt sich sagen, dass der Schutz unserer Meere nicht nur für ihre Bewohner, sondern auch für uns Menschen wichtig ist. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen und ein Umweltschützer oder eine Umweltschützerin sein. Auch du!






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