Hast du auch gute VorsĂ€tze fĂŒr das Jahr 2025? WeiĂt auch Du, dass ein Teil davon möglicherweise im Laufe des Jahres doch wieder untergeht? Heute bekommst du Tipps von einer Psychologin, wie du dem entgegenwirken kannst. Setze dir fĂŒr das Jahr 2025 nicht nur tolle Ziele, sondern erreiche diese auch wirklich!

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu. Noch sind die meisten von uns vermutlich in den letzten Weihnachtsvorbereitungen. Aber der ein oder andere denkt vielleicht auch schon an den Start in das neue Jahr. Und hier kommen die guten NeujahrsvorsĂ€tze ins Spiel. “NĂ€chstes Jahr werde ich” ââŠmich gesĂŒnder ernĂ€hrenâ, ââŠĂ¶fter Sport treibenâ, ââŠmir mehr Zeit fĂŒr mich nehmenâ Heute wollen wir uns mal genauer anschauen, warum wir am Ende des Jahres dennoch oft keinen Haken an die formulierten Ziele setzen – und wie wir dem entgegenwirken können. Denn wozu setzen wir uns Ziele, wenn wir sie dann nicht erreichen?
Scheiterpunkt 1: Was heiĂt “öfter” oder “mehr” ĂŒberhaupt?
Was genau meinen wir ĂŒberhaupt damit, zum Beispiel âmehr Sport” treiben zu wollen? TĂ€glich zehn Minuten, zweimal die Woche eine Stunde, einmal im Monat? HĂ€ufig formulieren wir unsere Ziele recht allgemein und unkonkret. Das gibt uns zum Einen viel Spielraum und zum Anderen keinen klaren Weg zur Zielerreichung. Und das ist schon einer der gröĂten Punkte, warum wir scheitern. Wo möchte ich anfangen?
Scheiterpunkt 2: Was genau muss ich tun?
“Ich möchte mich gesĂŒnder ernĂ€hren” – wie mache ich das denn? Esse ich von nun an keine SĂŒĂigkeiten mehr, gibt es nur noch selbst zubereitete Gerichte? Was mache ich, wenn ich hungrig am McDonalds vorbeifahre? HĂ€ufig fehlt unseren gut gemeinten VorsĂ€tzen ein konkreter Plan zur Umsetzung. Dabei ist genau das wichtig, zu wissen was wir eigentlich tun wollen. Wie möchte ich anfangen?
Scheiterpunkt 3: Wann arbeite ich an meinem Ziel?
Zu guter Letzt scheitert die Umsetzung oft auch, weil wir unser Ziel so schön lange vor uns her schieben können. Ich kann ja auch noch im FrĂŒhjahr anfangen Sport zu treiben, um fĂŒr den nĂ€chsten Sommer fit zu sein. Gerade ist eine stressige Arbeitsphase? Dann starte ich eben danach damit, mir wieder mehr Zeit fĂŒr mich zu nehmen.
Das Problem daran: Der richtige Zeitpunkt kommt doch irgendwie nie, oder? Das kennst du sicherlich auch: Dinge, die eine gewisse Arbeit und Anstrengung benötigen, schieben wir gerne vor uns her. Noch dazu ist der Alltag von den meisten von uns vollgepackt genug, sodass wir wohl kaum eines Tages vor Langeweile doch einfach anfangen, unsere guten VorsÀtze anzugehen. Also: Wann möchte ich anfangen?
Was ist mir wirklich wichtig?
Was kannst du nun tun, um es besser zu machen und deine VorsÀtze im Jahr 2023 auch wirklich zu erreichen?
Bevor du dir die Fragen der drei “Scheiterpunkte” beantwortest, kommen wir erst noch einmal ganz zurĂŒck zum Anfang. Wenn dir die ersten VorsĂ€tze in den Kopf kommen, nimm dich nochmal einen Moment zurĂŒck und frage dich, was DIR persönlich aktuell wirklich wichtig ist. Welche VorsĂ€tze setzt du dir fĂŒr dich selber und weil DU dahinter stehst? Welche kommen dir vielleicht eher in den Kopf, weil du das GefĂŒhl hast, andere erwarten von dir, dass du diese Ziele erreichst oder weil “man es so macht”?
Sortiere schon hier aus und setze dir von vornherein nur einige wenige Ziele. Weniger kann mehr sein! Denn auch innerhalb eines Jahres kannst und musst du nicht alles schaffen. Es ist wichtig, das akzeptieren und auch PrioritĂ€ten setzen zu können. Was ist dir gerade besonders wichtig und warum? Worauf möchtest du dich als erstes konzentrieren? Denn ist es nicht besser, ein oder zwei gesetzte Ziele wirklich zu erreichen, anstatt fĂŒnf oder sechs Ziele nur angefangen und dann wieder aus den Augen verloren zu haben?
Checkliste fĂŒr deine VorsĂ€tze
Wenn du dir nun ĂŒberlegt hast, was dir gerade wichtig ist und woran du im nĂ€chsten Jahr arbeiten möchtest, geht es an die konkrete Zielformulierung. Nutze gerne diese Checkliste, um fĂŒr dich passende Ziele zu formulieren und die Chancen zu erhöhen, dass du dieses Mal deinen Haken setzen kannst.
1. Was möchte ich verÀndern?
Setze dir zunÀchst ein Oberziel. Versuche bereits hier, möglichst konkret zu formulieren.
2. Wie genau kann ich die VerÀnderung erreichen?
Mach dir Gedanken darum, was genau du tun kannst, um diese VerÀnderung zu erreichen. Wie sieht die praktische Umsetzung aus? Wann und in welchen Situationen wirst du auf dein Ziel hinarbeiten?
3. Welche Teilschritte brauche ich dazu? Welche Teilziele möchte ich mir setzen?
Die meisten unserer Ziele sind nicht von heute auf morgen mit nur einem Schritt erreichbar. Denn es braucht seine Zeit, bis wir eine neue Gewohnheit aufgebaut haben – im Schnitt sogar ganze 90 Tage. Das heiĂt aber nicht, dass der Anfang frustrierend sein muss. Ăberlege dir Teilziele und unterteile deinen Weg zum Ziel in mehrere kleine Schritte. So könntest du zum Beispiel zunĂ€chst damit anfangen, unter der Woche an einem Abend frisch und gesund fĂŒr dich zu kochen. Oder du beginnst damit, Samstag Morgens vor dem FrĂŒhstĂŒck eine halbe Stunde spazieren zu gehen.
Das klingt nach nichts? Es ist aber nicht nichts! Erlebst du hier erste Erfolge, kannst du dich langsam steigern und die nĂ€chsten Schritte einleiten. Das stĂ€rkt langfristig deine Motivation – die auch entscheidend fĂŒr deine Zielerreichung ist.
4. Warum möchte ich das erreichen? Was ist meine Motivation?
Motive treiben unser Tun an. Das effektivste Mittel zum Ziel ist eine intrinsische Motivation. Das bedeutet, dass die Motivation aus DIR heraus kommt. Du möchtest nicht abnehmen, um deinem Freund besser zu gefallen. Du möchtest fĂŒr dich eine gesunde ErnĂ€hrung verfolgen. Weil du weiĂt, dass du dich damit wacher, leistungsfĂ€higer und insgesamt wohler fĂŒhlst. Und das ist der perfekte Anreiz dazu, dein Ziel in kleinen Schritten zu verfolgen.
Woher aber weiĂt du, dass es dir beispielsweise mit einer gesunden ErnĂ€hrung oder mehr Sport besser geht? Oft nur daher, dass du es auf kleinster Stufe ausprobierst. Ein strammer Spaziergang pro Woche verĂ€ndert natĂŒrlich nicht sofort deinen gesamten Körper. Aber du kannst durchaus spĂŒren, dass du dich danach frischer fĂŒhlst. Und allein solche positiven GefĂŒhle können deine Motivation stĂ€rken. Deswegen ist es so wichtig, sich gerade zu Beginn kleine Teilziele zu setzen, die schnelle Erfolge garantieren.
5. Ist mein Ziel realistisch? Glaube ich daran, das schaffen zu können?
Hast du dein Ziel nun konkret ausformuliert und in kleinere Schritte unterteilt, schau dir deinen Plan nochmal genau an. Bist du selbst davon ĂŒberzeugt, das schaffen zu können? Dass DU an dich glaubst, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen. Denn wenn du nicht an dich glaubst, wer soll es dann tun?
6. Wie könnte ich mein erstes Teilziel noch kleiner & noch konkreter setzen?
Wirf dann nochmal einen genaueren Blick auf deine Teilziele. Sind sie mehr als realistisch? Planst du mit einem ganz kleinen ersten Schritt zu starten und dich dann langsam zu steigern? Wenn du denkst âDas schaffe ich auf jeden Fall!â – dann ist dein erstes Teilziel genau richtig formuliert. Denn wir Menschen neigen dazu uns zu verschĂ€tzen. Wir ĂŒberschĂ€tzen, wie viel wir schaffen können und unterschĂ€tzen dabei hĂ€ufig die Zeit, die wir dafĂŒr benötigen. Es können schlieĂlich auch Hindernisse auftreten. Und diese sollten mit bedacht werden.
7. Welche Hindernisse können mir auf dem Weg zur Zielerreichung begegnen? Wie kann ich meinen inneren Schweinehund austricksen?
Hindernisse sind keine Seltenheit. Auf dem Weg zu deinem Ziel kann immer wieder etwas dazwischen kommen. So kann dich zum Beispiel eine Grippe davon abhalten, deinen Trainingsplan weiter zu verfolgen. Und auch unser innerer Schweinehund stellt sich uns gerne immer mal wieder in den Weg. Oder die Macht unserer bisherigen Gewohnheiten und unseres âAlltagstrottsâ machen uns einen Strich durch die Rechnung. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Die Dinge, die wir gewohnt sind, tun wir ganz automatisiert. Neues kann schnell wieder in Vergessenheit geraten, wenn wir uns nicht bewusst daran erinnern.
Also, bevor es losgeht, mache dir auch Gedanken ĂŒber deine persönlichen Stolpersteine. Was kannst du schon jetzt mit einplanen? Wie kannst du einen extra Puffer fĂŒr Unerwartetes setzen? Wie steigst du ĂŒber deinen Schweinehund hinweg? Und wie bleibt dein Ziel prĂ€sent?
Du entscheidest, ob du etwas verÀnderst!
Mit dieser Checkliste bist du fĂŒr den Start ins neue Jahr 2025 gut gewappnet. Jetzt kommt es darauf an, was du daraus machst! Keine Sorge, selbst wenn dennoch nicht alles auf Anhieb klappt – das muss es auch nicht. Lerne aus deinen Misserfolgen und nutze sie dafĂŒr, herauszufinden, was du anders machen kannst. Du musst auch nicht erst all deine Ziele final erreicht haben, um zufrieden sein zu können. Der Weg zum Ziel ist ebenso bedeutsam. So oder so – es gibt keinen endgĂŒltigen Endpunkt. Es werden immer wieder neue Ziele und Optimierungsideen aufkommen. Und manchmal verĂ€ndern sich Ziele, auch das ist ok.
Daher: SchÀtze deine kleinen Erfolge und deine Entwicklung!
Ich wĂŒnsche dir schöne Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ganz viel Kraft fĂŒr die Umsetzung deiner persönlichen Ziele!






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