Der Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung ist ein kirchlicher Gedenk- und Gebetstag am 1. September. Umkehr und ein veränderter Umgang mit Klima und Umwelt sind die Schwerpunkte. Warum es einen solchen Tag im kirchlichen Kalender braucht.
Ihren Schöpfungsauftrag leitet die Kirche aus dem ersten Buch Mose, Genesis, ab. Im ersten Kapitel heißt es dort: „Gott segnete die Menschen und sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Tiere des Meeres, die Vögel des Himmels und alle Lebewesen auf der Erde.“ (Gen 1,28). „Herrschen“ meint – im Gegensatz zu unserem heutigen Verständnis – fürsorglich leiten, nicht zerstören. Der Mensch ist Verwalter, nicht Besitzer der Schöpfung.
Papst Franziskus übernimmt einen bereits bestehenden Gebetstag
1989 führte der ökumenische Patriarch Dimitrios I. einen Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung für die Orthodoxe Kirche ein. 2015 übernahm Papst Franziskus den Tag offiziell für die katholische Kirche – im Kontext seiner Enzyklika „Laudato si“.
Mit dem Weltgebetstag lädt die Kirche Christinnen und Christen weltweit ein, für die Schöpfung Gottes zu danken, um Umkehr im Umgang mit der Erde zu bitten und sich neu zum Schutz von Klima und Umwelt zu verpflichten.
Der Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung betont:
- Die Erde als Gabe Gottes
- Die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung
- Gebet als Grundlage für ökologische Umkehr
- Solidarität mit besonders betroffenen Regionen und Armen
Papst Franziskus sprach oft von einer „ökologischen Bekehrung“ – also einem Lebensstil, der Glauben und Verantwortung für die Umwelt verbindet.
Verbindung zur „Schöpfungszeit“
Der 1. September eröffnet die ökumenische „Season of Creation“ (Schöpfungszeit), die bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franz von Assisi dauert. In vielen Gemeinden gibt es dazu besondere Gottesdienste, Fürbitten für Umwelt und Frieden, Aktionen zu Nachhaltigkeit, Bildungsangebote oder Schöpfungsspaziergänge.
Für die Kirche als „Wohnung Gottes unter den Menschen“ und für alle Christen sollte die Bewahrung der Schöpfung kein Nebenthema, sondern Teil der christlichen Berufung sein. Christlicher Glaube bedeutet daher auch: Verantwortung für das, was Gott gut geschaffen hat.






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