Umwelt- und Klimaschutz sind aktuell so wichtig wie nie zuvor. Christinnen und Christen sprechen dabei von der „Bewahrung der Schöpfung“. Impulse für ein entsprechendes Engagement könnt ihr auch dem reichen Schatz biblisch-christlicher Schöpfungsspiritualität entnehmen.
Der Mensch als Krone der Schöpfung: So wird er im Buch Genesis, dem ersten Buch der Bibel, dargestellt. In Zeiten des Klimawandels und der ökologischen Krise verkörpert der Mensch allerdings nicht mehr die Hauptrolle auf der Bühne der Erde. Vielmehr ist er längst zum Regisseur geworden, der auf den Brettern, die im wahrsten Sinne die Welt bedeuten, ein apokalyptisches Drama mit offenem Ende inszeniert. Das Stück heißt „Anthropozän“: das Zeitalter menschlicher Dominanz über nahezu alle natürlichen Prozesse.
Barmherziger Umgang mit der Erde
Mit dem biblischen Herrschaftsauftrag war auch das Christentum an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig. Der Mensch soll sich die Erde unterwerfen, heißt es in Genesis 1,28. Doch es gibt auch eine andere Seite: Besonders Papst Franziskus betont, dass wir den Schrei der verletzten „Schwester Erde“ (Laudato si‘, 53) hören, sie gerecht und barmherzig behandeln sollen.
Sein Namenspatron, der heilige Franz von Assisi, steht für eine solche von einer Schöpfungsspiritualität genährten Haltung. In seinem Sonnengesang spricht er liebevoll etwa von „Bruder Wind“ und „Schwester Wasser“. Dies zeigt, er war von einem familiären Verhältnis zur Schöpfung geprägt. Der Papst sieht in dem Minderbruder daher ein Vorbild für „eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie“ (Laudato si‘, 10).
Das Motiv der Natur in den Psalmen
Ein Sich-Einfühlen in die Natur, die uns umgibt, wird so zu einem Element christlicher Kontemplation und Mystik. Dabei werden die Mitgeschöpfe schon seit biblischen Zeiten mit ins Gebet genommen. Es sind besonders die Psalmen des Alten Testaments, die einen Gebetsschatz bieten, in dem Naturmotive eine wichtige Rolle spielen.
Psalm 104 etwa lädt geradezu zu einem gebeteten Spaziergang durch Gottes Schöpfung ein; mit Himmel und Wassern, Bergen und Tälern, Bäumen und Tieren, die allesamt dazu einladen, Gott zu loben: „Herr! Alles hast du geschaffen in Weisheit, erfüllt ist die Erde von deinen Geschöpfen“ (Ps 104,24).
Heiligkeit aller Lebewesen
Hierin drückt sich aus: Alle Geschöpfe haben vor Gott ihren eigenen Wert und ihre eigene Schönheit. Den Menschen verweisen sie dabei auf die ökologische Dimension von Unheil und Heil. Dieses Heil bedeutet nach christlicher Vorstellung das „Leben in Fülle“ (Joh 10,10), das ohne Beziehung zur Natur und zu den Mitgeschöpfen an Üppigkeit einbüßen würde. Es geht dabei auch um ein Gespür für die Heiligkeit allen Lebens und zugleich dafür, dass es mit den Dingen dieser Welt nicht abgetan ist.
So verstanden dient der christliche Schöpfungsglaube als eine Quelle, aus der die Grundhaltungen der Ehrfurcht, der Freude, der Dankbarkeit und der Achtung gegenüber allen Lebewesen erwachsen können. Eine solchermaßen geprägte Spiritualität sensibilisiert letztlich für das Stöhnen der Erde und bestärkt das so dringend notwendige Engagement für die Bewahrung der Schöpfung im Anthropozän.






Herzliche Einladung: Wie Du effizient Strom, Gas und Geld sparen kannst! (Zoom, 19. Januar, 19-20 Uhr)
Gott ist in uns, in jeglichem Getier,
in toter Materie und sprießender Flur;
in allem, was am Himmel sehen wir,
in des Universums Architektur.
Jesus hat die Weichen gestellt,
doch nun ist bedroht uns’re Welt.
Der Mensch, hier unten auf Erden,
muss endlich nachhaltig werden.
Nicht nur auf Gott vertrauen,
den Planeten schützen, den Blauen.
EINE NEUE SINTFLUT
Die Klimakonferenzen vergeigt,
wärmer wird’s, der Meeresspiegel steigt.
Autos fahr’n und fahr’n, nichts hält sie auf,
die Klimakatastrophe nimmt ihren Lauf.
Es droht Kulturland zu versinken,
weltweit die Alarmleuchten blinken.
Wir müssen die Sintflut verhindern,
die Welt erhalten uns’ren Kindern.
Für unser gedeihliches Streben
muss es Werte und Ziele geben.
Ein Hauptziel und von größtem Werte,
der Schutz des Lebens und der Erde.
The earth is our mother,
we will not have another.
There’s no better place to find
for animals, plants, mankind.
We have to keep clean the air,
as environment everywhere.
Climate concerns all nations,
just as plastic in the oceans.
MENSCH – KLIMA – UMWELT
Der Mensch macht sich die Erde Untertan,
getrieben vom ewigen Wachstumswahn.
Autos werden größer, Straßen breiter,
die Wälder dagegen schrumpfen weiter.
Es ist höchste Zeit für uns, zu handeln,
endlich uns’ren Lebensstil zu wandeln.
Was nützen Wohlstand und alles Geld,
wenn am Ende kollabiert die Welt?
Man produziert und produziert,
plündert Ressourcen ungeniert.
Gewinnmaximierung ist Pflicht,
die intakte Natur zählt nicht.
Börsenkurse steh’n im Fokus,
Umweltschutz in den Lokus.
Plastikflut und Wegwerftrend,
man konsumiert permanent.
Nur unser ständiges Kaufen
hält das System am Laufen.
Unser westlicher Lebensstil
taugt nicht als Menschheitsziel.
Die Jagd nach ewigem Wachstum
bringt letztlich den Planeten um.
Das oberste Gebot der Zeit
muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
im Einklang mit der Natur leben.
Vielen Tieren Lebensraum,
für den Sauerstoff ein Quell,
für gesundes Klima essenziell;
das ist unser Freund, der Baum.
Ohne Bäume in Wald und Flur
wär’ die Erde ein öder Planet nur.
Wir sehnen uns nach diesem Grün,
der Zeit, wenn wieder Bäume blüh’n.
Wir wollen wandeln durch Alleen,
das Blätterdach so wunderschön.
Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
macht etwas ärmer uns’re Welt.
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Borkenkäfer in der Kiefer,
auch zur Fichte zieht Geziefer.
Statt sattes Grün und Waldeslust,
kranke Bäume und Försters Frust.
Profitgier lässt Wälder schwinden,
fördert weltweit Umweltsünden.
Die grüne Lunge des Planeten
in Gefahr, da hilft kein Beten.
Zu viele Buchen und Eichen
mussten schon der Kohle weichen.
Retten wir den herrlichen Wald,
bewahren die Artenvielfalt.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
dass sie nicht zur Wüste werde.
Der Mensch, dieses kluge Wesen,
kann im Gesicht der Erde lesen.
Er sieht die drohende Gefahr,
spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
Homo sapiens muss aufwachen,
seine Hausaufgaben machen.
Wir alle stehen in der Pflicht,
maßvoll leben ist kein Verzicht.
Teilen und Second Hand der Trend,
Repair vor Neukauf konsequent.
Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
nehmen wir uns die Freiheit.😉
Mit Tempolimit auf der Autobahn
und Emissionshandel ist’s nicht getan.
Für Energieerzeugung und Verkehr
müssen zukunftsfeste Lösungen her.
Das Klima schützen, Raubbau beenden,
das Anthropozän zum Guten wenden.
Ökonomie und Ökologie im Verein,
der Blaue Planet wird uns dankbar sein.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen