Mehr als 12.000 Schülerinnen und Schüler in acht Ländern haben im vergangenen Schuljahr Stipendien des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ erhalten. Darüber hinaus konnten rund 3.900 Lehrerinnen und Lehrer mit Unterstützung des Hilfswerks weiterhin ihr Gehalt bekommen, wie das Hilfswerk mitteilte.

Studentinnen und Studenten an der Katholischen Universität Erbil (Irak), wo Christen, Muslime und Jesiden gemeinsam studieren.
In Erbil hat „Kirche in Not“ den Bau von Schulgebäuden gefördert
Neben den Stipendien hat „Kirche in Not“ auch bei der Ausstattung geholfen. So konnte in einer Schule in Südsudan die Anschaffung von Computern und Druckern ermöglicht werden. Auch der Bau von Schulgebäuden wurde gefördert, wie zum Beispiel für Kinder und Jugendliche in der irakischen Stadt Erbil oder für Binnenflüchtlinge in Burkina Faso.
Auch in Jordanien können 200 geflüchtete irakische Schülerinnen und Schüler ihre Schulbildung fortsetzen.
In Syrien unterstützt „Kirche in Not“ Schulen und Lehrer
Die meisten Schul- und Bildungsprojekte hat „Kirche in Not“ vor allem in Syrien und Libanon unterstützt. Allein in Libanon fördert das Hilfswerk 191 Schulen, die von mehr als 170.000 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Über 11.000 Personen, darunter Lehrer und Schüler, erhalten direkte Hilfe von „Kirche in Not“.
In Syrien sind es mehr als 20 Schulen, die von einer Nothilfe durch das Hilfswerk profitieren. Unter anderem ist das Gehalt mehrerer hundert Lehrer dank Stipendien von „Kirche in Not“ gesichert. Die Finanzierung richtet sich nicht nur an katholische Schulen, sondern auch an Schulen in orthodoxer Trägerschaft.
Solarzellen für Pakistans Schulen
In Pakistan sind Schulen mit Solarzellen ausgestattet worden, um sich selbst zu versorgen und Energiekosten zu sparen. Außerdem finanzierte „Kirche in Not“ ein Programm, um Kinder, die aus verschiedenen Gründen die Schule abgebrochen hatten, wieder dorthin zurückzubringen.
Auch wenn sich die meisten Aktivitäten im Bildungsbereich von „Kirche in Not“ auf Kinder und Jugendliche konzentrieren, fördert das Hilfswerk auch fast 300 junge Erwachsene an der Katholischen Universität in Erbil mit Stipendien. Dort studieren Christen, Muslime und Jesiden gemeinsam.
Schulgebühren und Lehrergehälter übernimmt „Kirche in Not“
Während in Deutschland die Kinder und Jugendlichen eine kostenlose Schulbildung erhalten, ist es in den meisten Ländern üblich, Schulgeld zu bezahlen. Ohne die Unterstützung durch „Kirche in Not“ hätten viele Familien die Schulgebühren nicht bezahlen können, und die Schulen wären nicht in der Lage gewesen, die Gehälter ihrer Lehrer zu zahlen. Mit der Unterstützung von Schulen in kirchlicher Trägerschaft wird nicht nur die Bildung aufrechterhalten. Sie soll insbesondere in Ländern, in denen die Zukunft der christlichen Gemeinschaft bedroht ist, auch Hoffnung geben, zu überleben und sich zu erneuern.






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