Gedanken beeinflussen, wie wir miteinander umgehen und unsere Beziehungen gestalten. Doch manchmal schleichen sich negative oder toxische Muster ein, die uns voneinander wegtreiben können.
Eine offene und ehrliche Kommunikation ist der Schlüssel, um Nähe zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden
In diesem Artikel erfährst Du, wie Du den Schritt weg vom destruktiven Denken hin zu einer lebendigen und liebevollen Kommunikation machen kannst – und warum dies für eine glückliche Partnerschaft, die in der Ehe münden kann, so wichtig ist.
Stell Dir vor, Du hältst ein Glas in der Hand – zur Hälfte gefüllt mit Wasser. Wie würdest Du es beschreiben? Halb voll oder halb leer?
Oder Du stehst vor Prüfungen beziehungsweise beruflichen Herausforderungen und sagst Dir ständig „Ich schaffe das schon“, denkst Dir aber insgeheim: „Eigentlich schaffe ich das nicht allein.“
Deine Entscheidung ist gefragt!
Genau hier beginnt Deine Reise zu einer gesünderen und positiveren Kommunikation: bei der bewussten Entscheidung, das Glas in Deinem Leben halb voll zu sehen und mit einem optimistischen Blick selbstbewusst durch das Leben zu gehen.
1. Veränderungen setzen Ängste frei. Was sind eigentlich Ängste?
Nehmen wir mal an, Du führst mit Deinem Freund oder Deiner Freundin eine Fernbeziehung. Die gesamte Zeit ist auf ein Abwarten und die Freude auf das Wiedersehen konzentriert. Die Emotionen schwanken stark und die Gedanken sind bestimmt von Fragen, die zunächst keine Antwort bekommen. Der Partner ist nicht da. Es breitet sich eine scheinbare Leere aus – Langeweile und Ungeduld begünstigen den unsichtbaren Gegner: Die Angst vor Verlust!
Zunächst einmal ist es wichtig, zu sagen, dass jeder Mensch in eine ängstliche Situation gerät. Gefühle der Angst sind normal, ja sogar überlebenswichtig: Die Angst vor giftigen Tieren, vor gewalttätigen Menschen, vor bedrohlichen Naturgewalten lässt uns einen Moment innehalten und nachdenken. Wie reagiere ich darauf? Wie sichere ich mein Überleben? Der Mensch sucht Sicherheit, muss sich aber auch immer wieder seiner Unsicherheit ausgesetzt sehen.
Jetzt bist Du an der Reihe, die Angst in den Griff zu bekommen!
2. Die Angst ist ein schlechter Berater. Mit Gott vertreiben wir die Angst
Die Wüstenväter und -mütter, heilige Männer und Frauen, sind uns dabei Vorbilder. Sie lebten seit dem späten dritten bis zum fünften Jahrhundert in der sketischen Wüste Ägyptens. Sie führten dort entweder als Einsiedler oder mit anderen in Gemeinschaft lebend ein an der Heiligen Schrift orientiertes sowie von den Weisungen von Mönchsvätern wie dem heiligen Antonius dem Großen (251-356), dem heiligen Makarios dem Großen (300-390) oder dem heiligen Pachomios (292-346) inspiriertes Leben.
Ihre Lehren über Angst bieten auch heute wertvolle Impulse für die moderne Welt. Sie haben gelernt, in ihrer Zurückgezogenheit in der Wüste ihren eigenen Ängste zu begegnen, diese mit Gottes Hilfe zu bekämpfen und sie schließlich zu überwinden.
Ein bekannter Benediktinermönch namens David Steindl-Rast lebte selbst viele Jahre als Eremit in der Einsamkeit und sagt zum Thema: „Ängste sind unvermeidlich im Leben, weil wir immer wieder in die Enge kommen. Ob sie aber Furcht auslösen, hängt von uns selbst ab. Die Bibel fordert ja ständig von uns ‚Fürchte dich nicht!‘ So müssen wir uns immer wieder selbst hinterfragen: Ich habe wohl Angst, werde aber schon durchkommen in Gottes Namen, ebenso wie wir auch bei unserer Geburt durch einen sehr engen Geburtskanal in diese Welt gekommen sind.”[1]
3. Hören, verstehen, denken und dann sprechen
Als konkrete Übung für eine gelungene Kommunikation ist die Reihenfolge folgender Fähigkeiten von Bedeutung:
1. Das Zuhören ist der erste Schritt und der wichtigste, wenn es darum geht, deinen Freund oder Freundin richtig zu verstehen. Nimm Dir vor, mindestens zwei bis drei Mal die Woche zu telefonieren. Der Ton der Stimme sagt viel aus über die emotionale Verfassung des Gegenübers und in Kombination mit dem Inhalt wird Dir offenbar, welche Botschaft dein Gesprächspartner übermittelt.
2. „Verstehst du mich?“ Wenn nicht mal wieder der Empfang schlecht ist, dann fehlt es Dir eventuell an Einfühlungsvermögen. Einander zu verstehen, ist ein langer Prozess, der nie abgeschlossen ist. Doch Verständnis zu zeigen, ist der erste Schritt zu einer gemeinsamen konstruktiven Lösung.
3. „Denk mal darüber nach!“ – Dir Zeit zu nehmen und diese dem Partner zu geben, hilft Dir dabei deine Botschaft auf den Punkt zu bringen. Du willst doch auch Gehör bekommen.
4. Rede, als würdest du immer noch zuhören. Immer wieder Pausen zu machen und die Stille wirken zu lassen, hilft dabei, Ruhe ins Gespräch zu bringen. Dein Freund oder deine Freundin wird sich eingeladen fühlen, wieder darauf zu antworten. Was sich auf Distanz bewehrt, kann beim nächsten Wiedersehen miteinander genossen werden.
Die Konversation kann nun beginnen!
[1] Internetartikel: Steindl-Rast: Dankbarkeit ist Zusammenfassung des Christentums, 27.11.2019, https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/78689.html&ts=1750590207511






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Wunderbar, dass ein junger Mensch wie Manuel Hoppermann, Bruder David und dessen Lehren ein Begriff ist. Gerne weisen wir auf seine Online-Bibliothek hin, die sein Lebenswerk in Freiwilligenarbeit kostenfrei zur Verfügung stellt.
https://www.bibliothek-david-steindl-rast.ch/